HIT Projekt

 

Behandlungsnetzwerk für Kinder mit Hirntumoren

Ein gemeinsames Projekt der Arbeitsgruppe für Hirntumoren der GPOH und der Deutschen Kinderkrebsstiftung

Das Informationsmaterial zu diesem Thema liegt im praktischen PDF-Format vor und kann systemunabhängig mit dem Acrobat Reader, der im Download frei verfügbar ist, geladen werden.

Wir möchten Euch dieses Projekt vorstellen:

Bundesweites Behandlungsnetzwerk HIT

Zusammen mit der Fachgesellschaft für Kinderkrebsheilkunde, der GPOH, hat die Deutsche Kinderkrebsstiftung im Jahr 2000 das Behandlungsnetzwerk HIT, ein Verbundforschungsprojekt für Kinder und Jugendliche mit Hirntumoren, ins Leben
gerufen. Hirntumoren machen in Deutschland mit rund 400 Neuerkrankungen jährlich bei Kindern rund 20 Prozent aller bösartigen Erkrankungen aus.

Im HIT-Netzwerk, gefördert von der Deutschen Kinderkrebsstiftung mit derzeit rund 1,2 Millionen Euro pro Jahr, sind bundesweit acht Therapieoptimierungsstudien für die einzelnen Hirntumorarten mit studienübergreifenden Referenzeinrichtungen für Neuropathologie, Neuroradiologie, Liquordiagnostik, Strahlentherapie und Biometrie verbunden.

Im Rahmen des Förderungsschwerpunktes HIT veranstaltet die Deutsche Kinderkrebsstiftung jährlich an wechselnden Standorten eine bundesweite HIT-Netzwerk-Tagung, die dem Wissens- und Erfahrungsaustausch aller an der Behandlung von Kindern mit Hirntumoren Beteiligten dient. Alle zwei Jahre nehmen an diesen Tagungen auch Patienten und Angehörige teil und nutzen die Gelegenheit zum offenen Dialog mit den Experten und zur Kommunikation untereinander.

Die überregionale Zusammenarbeit der verschiedenen Fachbereiche stellt einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Behandlung, Diagnostik und Nachsorge von Kindern und Jugendlichen mit Hirntumoren dar. Vorteile und Ergebnisse des Behandlungsnetzwerks HIT kommen den jungen Patienten im gesamten deutschsprachigen Raum, unabhängig von ihrem Wohnort, zugute.

HIT-Aufgaben in Stichworten:

  • Vollständige Erfassung aller Kinder mit Hirntumoren in Deutschland
  • Intensivierung der interdisziplinären Zusammenarbeit aller medizinischen Fachbereiche, die an der Betreuung von Kindern mit Hirntumoren beteiligt sind
  • Entwicklung diagnostischer Leitlinien
  • Diagnostik: Standardisierung und Qualitätskontrolle (Referenzhistologie, Stadienbeurteilung durch Neuroradiologie und Liquordiagnostik)
  • Prüfung neuer Methoden (z.B. MR-Spektroskopie, Szintigraphie, PET)
  • Therapie: Durchführung von Therapieoptimierungsstudien und Qualitätssicherung in den Bereichen: Operation, Bestrahlung und Chemotherapie
  • Beratung der teilnehmenden Kliniken durch Studienzentralen/Referenzzentren
  • Förderung von experimentellen Therapiestudien zur Prüfung neuer Therapieansätze
  • Bereitstellung von Tumormaterial als Basis für die Grundlagenforschung
  • Erfassung der Spätfolgen, die durch den Tumor und die Therapie bedingt sind
  • Steigerung der Lebensqualität durch eine risikoadaptierte Therapie, die so schonend wie möglich und nur so intensiv wie nötig durchgeführt wird
  • Nachsorge und Rehabilitation

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